TB Wülfrath – JSG Hiesfeld/Aldenrade 19:20 (8:11)

Foto: taeglich.me

Denkbar knapp mussten sich die 2004er-Jungs am gestrigen Sonntagnachmittag der JSG Hiesfeld/Aldenrade geschlagen geben. In einem insgesamt guten Jugendspiel zeigte der TBW über weite Strecken der Partie die beste Saisonleistung. Die Einstellung stimmte, allen Jungs war der Siegeswillen in die Augen geschrieben. In der Abwehr stellte man sich den körperlich meist überlegenen Gästen mutig in den Weg, in der Offensive spielte man druckvoll und mit gutem Zug zum Tor. Einziger Wehrmutstropfen: die Chancenverwertung. So hatte der TBW in der Anfangsphase des Spiels die Nase vorn und machte den besseren Eindruck. Hiesfeld fand nur langsam in die Partie und schien von der aggressiven TBW-Abwehr beeindruckt. Im Verlauf des ersten Spielabschnitts begegneten sich beide Mannschaft nun mehr und mehr auf Augenhöhe. Die schwächste Phase in der Begegnung erwischten die Gastgeber zum Ende der ersten Halbzeit. Grund dafür waren teils überhastete und vor allem wurfschwache Abschlüsse im Angriff. Die Gäste konnten dementsprechend mit einer 8:11-Pausenführung in die Kabine gehen.

Die Halbzeitansprache fiel kurz aus. Man erinnerte sich noch einmal an den Matchplan und machte sich klar, dass man sich für das gute Spiel nur belohnen müsse. Voller Tatendrang betraten die Jungs wieder das Spielfeld und legten los wie die Feuerwehr. Mit einem 3:0-Lauf war die Partie wieder ausgeglichen. Hiesfeld konnte noch einmal vorlegen, doch dann war es der TBW, der die Führung übernahm. Beim zwischenzeitlichen 16:14 lagen die Hausherren sogar erstmals mit zwei Toren in Front. Es entwickelte sich ein Duell auf Messers Schneide, in dem von Minute zu Minute klarer wurde, dass ein einziger Wurf oder ein einziger Fehler spielentscheidend sein würden. Ähnlich wie die TBW-Jungs warfen nun auch die Gäste alle möglichen Kräfte in die Waagschale. Und beim 17:19 kurz vor Ende der Partie lag Hiesfeld dann auch wieder vorn. Doch der TBW kämpfte und kämpfte und kämpfte. Nach dem Anschlusstreffer zum 18:19 fing Nico in der Abwehr den Ball ab und versenkte per Gegenstoß zum Ausgleich. Die Halle tobte. Der womöglich letzte Angriff des Spiels war nun den Gästen vorbehalten. Und durch einen Absprachefehler zum absolut falschen Zeitpunkt kamen die Hiesfelder sechs Sekunden vor Ende tatsächlich zum Siegtreffer. Zwar stoppte man mit einer Auszeit noch einmal die Uhr, für mehr als einen Wurf aus der Ferne, der den Weg ins Tor nicht fand, reichte es aber nicht mehr. Die Enttäuschung war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben, hätte man nach dieser Leistung doch mindestens einen Punkt verdient gehabt. Dennoch sollen vor allem der Aufwärtstrend und die starke Vorstellung in die kommenden Wochen mitgenommen werden.

 

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